Disposition und Routing im Krankentransport. Jeder Auftrag im richtigen Fahrzeug zur richtigen Zeit
Die Disposition ist das Herz eines Krankentransportbetriebs. Hier entscheidet sich, ob Patienten pünktlich zur Dialyse kommen, ob Entlassungen zügig abgewickelt werden und ob die Fahrzeuge gut ausgelastet sind oder leer durch die Gegend fahren. Wer diese Entscheidungen mit Whiteboard, Excel und Telefon trifft, stößt schnell an Grenzen, besonders wenn viele Aufträge gleichzeitig kommen und sich im Laufe des Tages ständig etwas ändert.
Die Disposition von pts.maker verbindet automatische Vorschläge mit voller Kontrolle für die Disponentinnen und Disponenten. Gebietszuweisung, Fahrzeugprofile, Routenplanung mit Live-Verkehrsdaten, eine Kartenansicht mit GPS-Position aller Fahrzeuge und die Übergabe an Subunternehmer greifen ineinander. Der Dispositionskern wird laufend weiterentwickelt und wird laufend erweitert.
Gebietszuweisung
Mit der Gebietszuweisung werden Gebiete in der Plattform hinterlegt und Transportdienstleistern oder Standorten zugeordnet. Jede neue Buchung wird anhand des Abholorts automatisch dem richtigen Gebiet zugeordnet. So landet eine Buchung aus einem Ort im Lavanttal beim Standort in Wolfsberg und nicht in Klagenfurt, und eine Buchung aus einem Gebiet, das ein Partner abdeckt, beim zuständigen Partner.
Die Gebietszuweisung ist die Grundlage dafür, dass Patienten, Ärzte und Krankenhäuser österreichweit über ein gemeinsames Portal buchen können, ohne zu wissen, wer zuständig ist. Sie spiegelt auch Verträge und Bewilligungen wider, die in vielen Bundesländern an bestimmte Gebiete gebunden sind. Und innerhalb eines Unternehmens mit mehreren Standorten sorgt sie für kurze Anfahrtswege, weil jeder Auftrag dem nächstgelegenen Standort zugeordnet wird.
Die Dispositionsansicht
In der Dispositionsansicht sieht die Disponentin alle Buchungen des Tages und alle verfügbaren Fahrzeuge. Aufträge, die noch keinem Fahrzeug zugewiesen sind, sind deutlich markiert. Zu jedem Auftrag zeigt die Ansicht Termin, Transportart, Abholort, Ziel und besondere Hinweise, zu jedem Fahrzeug die bereits geplanten Fahrten und die Ausstattung.
Die Software macht für jeden offenen Auftrag einen Vorschlag, welches Fahrzeug ihn übernehmen soll. Die Disponentin kann den Vorschlag übernehmen oder den Auftrag per Drag and Drop einem anderen Fahrzeug zuweisen. Die Entscheidung bleibt beim Menschen, der seine Region und seine Patienten kennt, aber er muss nicht jede Zuweisung von Grund auf selbst durchdenken.
Passende Fahrzeuge für jeden Transport
Jedes Fahrzeug hat ein Ausstattungsprofil. Es ist hinterlegt, ob es für liegende Transporte geeignet ist, ob es einen Rollstuhlplatz mit Rampe oder Lift hat und wie viele Personen es befördern kann. Die Disposition nutzt diese Profile, um jedem Auftrag nur Fahrzeuge vorzuschlagen, die den Transport auch durchführen können. Ein liegender Transport geht an einen Krankentransportwagen, ein Rollstuhltransport an ein Fahrzeug mit passender Ausstattung.
Das verhindert Fehler, die im Alltag teuer werden. Ein Fahrzeug, das ohne Rampe zu einem Rollstuhlfahrer fährt, muss umkehren, und der Patient kommt zu spät. Mit den Fahrzeugprofilen passiert das nicht mehr. Wie Fahrzeuge angelegt werden, zeigt die Seite für Transportdienstleister.
Routenplanung
Für jedes Fahrzeug berechnet die Software die Route des Tages, also die Reihenfolge der Abholungen und Ablieferungen und die geplanten Zeiten. Dabei berücksichtigt sie die Termine der Patienten, die Fahrzeiten zwischen den Orten und die Zeit für das Ein- und Aussteigen. Wo es zulässig ist, werden Fahrten gebündelt, etwa mehrere Patienten auf dem Weg zum selben Dialysezentrum. Welche Regeln die Krankenversicherung für solche Mehrfachtransporte vorsieht, beschreibt die Seite zur Patiententransport-Software.
Die Routenplanung nutzt Live-Verkehrsdaten, sodass Staus, Baustellen und Sperren in die Zeiten einfließen. Die geplanten Routen erscheinen direkt in der Fahrer-App, wo die In-App-Navigation den Fahrer zum nächsten Ziel führt.
Serienfahrten vorausschauend einplanen
Ein großer Teil der Krankentransporte sind Serienfahrten, etwa zur Dialyse, zur Strahlentherapie oder zur Rehabilitation. Diese Fahrten sind früh bekannt und lassen sich vorausschauend planen. Die Disposition sieht die Serien für die kommenden Tage und Wochen und kann sie so auf die Fahrzeuge verteilen, dass feste Touren entstehen, die jeden Tag ähnlich ablaufen. Das gibt Fahrern und Patienten Sicherheit und lässt Kapazität für kurzfristige Aufträge frei.
Änderungen in Echtzeit
Kein Tag im Krankentransport läuft genau nach Plan. Entlassungen kommen früher oder später als erwartet, Patienten sagen ab, Behandlungen dauern länger, ein Fahrzeug fällt aus. Die Disposition verarbeitet solche Änderungen sofort. Eine neue Buchung erscheint in der Liste und bekommt einen Vorschlag, eine Absage wird aus der Route genommen, und die betroffene Fahrerin sieht die Änderung ohne Anruf in ihrer App.
Kartenansicht mit GPS-Live-Position
In der Kartenansicht sieht die Disposition alle Fahrzeuge mit ihrer aktuellen Position, die laufend aus der Fahrer-App übertragen wird. Dazu kommen die Abholorte der offenen Aufträge. So lässt sich auf einen Blick erkennen, welches Fahrzeug einen neuen Auftrag am schnellsten übernehmen kann, und ob ein Transport im Zeitplan liegt. Bei Anfragen von Krankenhäusern oder Angehörigen, wann das Fahrzeug kommt, genügt ein Blick auf die Karte.
Übergabe an Subunternehmer
Wenn die eigenen Kapazitäten nicht reichen, übergibt die Disposition einzelne Aufträge oder ganze Touren an Subunternehmer. Diese sehen die übergebenen Fahrten in ihrer eigenen Ansicht und in der Fahrer-App. Ihre Statusmeldungen fließen zurück in die Disposition, sodass alle Fahrten in einer Ansicht bleiben, egal wer sie durchführt.
Status für alle Beteiligten
Was in der Disposition geplant und in der Fahrer-App gemeldet wird, sehen auch die Auftraggeber. Ordinationen sehen im Arztzugang, ob ihr Patient abgeholt und abgeliefert wurde, Stationen im Portal für Krankenhaus und Med-Center, wann der Transport kommt, und Patienten im Patientenportal ihre Abholzeit. Das spart der Disposition unzählige Telefonate, in denen sonst nach dem Stand gefragt wird.
Mathematik hinter der Disposition
Hinter den Vorschlägen der Disposition stecken Verfahren der Routen- und Einsatzoptimierung, die im Inhouse-Team aus Entwicklerinnen, Entwicklern und mathematischen Fachleuten entwickelt werden. Innerhalb der Anexia Gruppe gibt es mit der Hex GmbH zudem ein Team, das auf mathematische Optimierung spezialisiert ist. Mehr über deren Ansatz zur Dispositionsoptimierung erfahren Sie bei Hex. Allgemeine Informationen zur Disposition der pts.maker Plattform finden Sie auf der Seite zur Disposition und zum Routing.
Ein Vormittag in der Disposition
Um 6 Uhr sind die Serienfahrten des Tages bereits auf vier Fahrzeuge verteilt. Zwölf neue Buchungen aus Ordinationen sind über Nacht eingegangen und über die Gebietszuweisung den richtigen Standorten zugeordnet. Die Software schlägt für jede eine Zuweisung vor. Die Disponentin übernimmt zehn Vorschläge und verschiebt zwei Aufträge per Drag and Drop, weil sie weiß, dass eine Patientin lieber vom Stammfahrer abgeholt wird.
Um 9.40 Uhr meldet das Krankenhaus eine Entlassung, die liegend erfolgen muss. Die Karte zeigt, dass ein Krankentransportwagen gerade zwei Kilometer entfernt eine Ablieferung abschließt. Die Disponentin weist den Auftrag zu, die Route passt sich an, und der Fahrer sieht den neuen Auftrag in seiner App. Eine Tour im Nachbarbezirk übergibt sie an einen Subunternehmer, weil ein eigenes Fahrzeug in die Werkstatt muss.
Funktionen der Disposition im Überblick
| Funktion | Was sie leistet |
|---|---|
| Gebietszuweisung | Buchungen automatisch dem zuständigen Gebiet, Dienstleister oder Standort zuordnen |
| Dispositionsansicht | Alle Buchungen und Fahrzeuge des Tages in einer Ansicht, offene Aufträge markiert |
| Zuweisungsvorschläge | Passendes Fahrzeug für jeden Auftrag nach Transportart, Ausstattung, Termin und Gebiet |
| Drag and Drop | Aufträge mit der Maus einem anderen Fahrzeug zuweisen |
| Routenplanung | Reihenfolge und Zeiten der Fahrten je Fahrzeug, mit Live-Verkehrsdaten |
| Kartenansicht | GPS-Live-Position aller Fahrzeuge und Abholorte offener Aufträge |
| Subunternehmer | Aufträge oder Touren an Partner übergeben, Status fließt zurück |
| Serienfahrten | Wiederkehrende Transporte früh sehen und zu festen Touren bündeln |
Rollen in der Disposition
Nicht jede Person in der Disposition braucht dieselbe Sicht. Die zentrale Disposition eines größeren Unternehmens sieht alle Gebiete und Fahrzeuge. Eine Standortleitung kann über die Gebietszuweisung auf ihren eigenen Bereich beschränkt werden und sieht dann nur die Buchungen und Fahrzeuge ihres Standorts. Subunternehmer sehen ausschließlich die Aufträge, die ihnen übergeben wurden. So behält jede Rolle den Überblick über das, wofür sie verantwortlich ist, ohne von Informationen überflutet zu werden, die sie nicht betreffen. Gleichzeitig bleiben alle Daten in einer gemeinsamen Plattform, sodass Auswertungen und Abrechnung über das gesamte Unternehmen möglich sind.
Häufige Fragen zur Disposition
Wie funktioniert die Gebietszuweisung?
Gebiete werden in der Plattform hinterlegt und Dienstleistern oder Standorten zugeordnet. Jede Buchung wird anhand des Abholorts automatisch dem zuständigen Gebiet zugeordnet.
Weist die Software Aufträge automatisch zu?
Sie macht Vorschläge, die die Disponentin übernehmen oder per Drag and Drop ändern kann. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.
Berücksichtigt die Routenplanung den Verkehr?
Ja. Die Routenplanung nutzt Live-Verkehrsdaten, und die Fahrer-App navigiert entsprechend.
Können wir Aufträge an Subunternehmer übergeben?
Ja. Einzelne Aufträge oder ganze Touren lassen sich übergeben, der Status fließt zurück in die Disposition.
Wie werden Serienfahrten geplant?
Serien sind früh sichtbar und lassen sich zu festen Touren zusammenfassen, sodass Kapazität für kurzfristige Aufträge frei bleibt.
Sieht die Disposition, wo die Fahrzeuge gerade sind?
Ja. Die Kartenansicht zeigt die GPS-Live-Position aller Fahrzeuge, übertragen aus der Fahrer-App.
Sie möchten Ihre Disposition entlasten? Alle Funktionen finden Sie auf der Seite zur Krankentransport Software. Vereinbaren Sie eine Demo oder sprechen Sie mit uns.
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